Telegabel überholen

Heckhöherlegung, Federn, Geometrie uvm.
Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Do 22. Dez 2011, 17:54

Ich habe heute meine Telegabel zerlegt, gereinigt und neu befüllt. Es gab keinerlei Undichtigkeiten - es war nach 35000 km einfach mal dran.

notwendiges Werkzeug:
32er Nuss
22er Nuss
Inbus-, Maul-, Steckschlüssel
Frischhaltefolie
MoS² - Paste
1 Liter Gabelöl
Gabeldichtringe

Zur Demontage und Montage ist nicht viel zu sagen. Es steht ja alles in den Reparaturhandbüchern. Zum Lösen des Ventilkopf hab ich den Gabelholm etwas in der Gabelklemmung abgesenkt, nochmal arretiert und den Ventilkopf mit einer guten 32er Nuss gelößt. Bitte nicht mit Maulschlüssel oder Zange hantieren - da ist die Eloxalschicht schnell vergniedelt.

Möchte man den Verntilkopf nun vom Dämpfungseinsatz trennen, dann ist es wichtig, dass man die 22er Nuss auf dem Kopf ansetzt. Mit einem schmalen 19er Maulschlüssel lößt man dann die Kontermutter.

Verschleis konnte ich keinen feststellen. Das Dämpferöl war schon etwas grau und die Menge geringfügig reduziert (ca. 400 ml anstatt 450 ml)
Unter dem Schmutzring war alles trocken. Also auch nie gefettet worden. Dort habe ich jetzt MoS² Paste vorgelegt.

Um Gleit- und Standrohr trennen zu können, muss vorher die Staubkappe und der Sicherungsring für den Gabeldichtring entfernt werden. Durch ruckartiges ziehen an den Rohren gleiten sie bald auseinander.

Leider hab ich keine Bilder gemacht.
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » Do 22. Dez 2011, 18:02

Nach insgesamt 7 Gabelüberholungen (3 an der MZ) auch ein Wort von mir. Nicht die Menge ist entscheiden die eingefüllt wird (als grobes Maß schon) sondern die Füllhöhe. (Es bleibt IMMER ein Rest drin, es sei den die Gabel wird bis ins Detail zerlegt)

Gabel etwas überfüllen. Mehrfach durchpumpen bzw. über Nacht stehen lassen und die überstehende Flüssigkeit absaugen. Hab mir dafür eine Absaugvorrichtung gebaut welche auf die Gabel aufgesetzt und mit einer umgebauten Luftpumpe abgesaugt wird.

Erfahrungen mit Molybdän habe ich nur aus Zeiten der ETZ. Aber dann dahingehend das dies nicht nötig, sondern ehr kontraproduktiv ist, da sich das Zeug nach Jahren absetzt......
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Do 22. Dez 2011, 18:10

Fit hat geschrieben:Nach insgesamt 7 Gabelüberholungen (3 an der MZ) auch ein Wort von mir. Nicht die Menge ist entscheiden die eingefüllt wird (als grobes Maß schon) sondern die Füllhöhe. (Es bleibt IMMER ein Rest drin, es sei den die Gabel wird bis ins Detail zerlegt)

Gabel etwas überfüllen. Mehrfach durchpumpen bzw. über Nacht stehen lassen und die überstehende Flüssigkeit absaugen. Hab mir dafür eine Absaugvorrichtung gebaut welche auf die Gabel aufgesetzt und mit einer umgebauten Luftpumpe abgesaugt wird.

Erfahrungen mit Molybdän habe ich nur aus Zeiten der ETZ. Aber dann dahingehend das dies nicht nötig, sondern ehr kontraproduktiv ist, da sich das Zeug nach Jahren absetzt......


Genau Fit - das mitt dem Ölstand hab ich vorausgesetzt. MAcht aber auch jeder wie er mag.

Zum MoS² - die Paste hab ich zwischen Staubschutzkappe und Gabeldichtring.
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » Do 22. Dez 2011, 18:33

Da leistet sie natürlich gute Dienste! :thumbup:
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Do 22. Dez 2011, 19:21

@ Fit - wie oft wechselst du eigentlich das Öl in der Gabel?
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » Do 22. Dez 2011, 19:40

Alle 2 Jahre..... :angel:
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
Leu
Beiträge: 77
Registriert: Sa 26. Mär 2011, 22:13

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Leu » Fr 23. Dez 2011, 11:31

Hallo ihr Beiden,

ich übernehm´ das mal ins Wiki...

Frohes Fest!

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Fr 23. Dez 2011, 11:53

Der Vollständigkeit wegen. Ich habe dieses Produkt gewählt:
Ariete Gabelsimmerring − Satz 43 x 54 x 11 ARI.053
Dateianhänge
IMG_2274.JPG
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Leu
Beiträge: 77
Registriert: Sa 26. Mär 2011, 22:13

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Leu » Fr 23. Dez 2011, 12:15

Hi KAy,

Vitali hat geschrieben:Der Vollständigkeit wegen.


Cool, wird dann mit übernommen!

Danke!

Benutzeravatar
PLVI4
Beiträge: 867
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:54
Wohnort: Vogtland

Re: Telegabel überholen

Beitragvon PLVI4 » Fr 30. Dez 2011, 20:02

Hallo zusammen,

zur allgemeinen Wartung der Gabel gibt es eigentlich nichts zu ergänzen. Außer Bilder die vielleicht ein wenig zum Verständnis der Gabel-Funktion beitragen.

Zum Öffnen und Halten eignet sich ein Lenkerstummel hervorragend. Am besten ein in Form gestürzter :angel:

Lenker.JPG


Hier erkennt man die Funktionsweise der Federvorspannungsverstellung:

Vorspannung.JPG


Vorspannunginnen.JPG


Hier ist die Vorspannung am geringsten. Die Vorspannung wird erhöht, indem das silbern glänzende Innenteil, wo die Feder anliegt, heraus gedreht wird.

Maßgeblich verantwortlich für die Funktion der Dämpfung sind die beiden Gleitbuchsen. Einmal innen und außen jeweils beschichtet. Ist diese Beschichtung beschädigt, fließt das Öl nicht durch die Dämpfungsventile sondern vorbei --> dämpft nicht mehr.

Buchsen.JPG


Die Zugstufe wird geregelt, indem die Verstellschraube auf die Alustange, ganz rechts im Bild, drückt, die dann ein Ventil unten im Cartridge Einsatz steuert.

Zugstufe.JPG


Bei der Druckstufe sieht man sehr deutlich, wie das Nadelventil den Durchfluss reguliert:

Druckstufeinnen.JPG


Wir haben alle Teile mit Waschbenzin ausgespült, um den ganzen Abrieb heraus zu bekommen. Dann sollten die Teile vorm Befüllen und Zusammenbau mit Druckluft ausgeblasen und/ oder zwei Tage trocknen.

Trocknen.JPG


Noch was fürs Wiki: Simmerringe bei Louis Nr.: 100 42182 9.95,- Saito mit doppelter Feder.

Gruß René
Zuletzt geändert von PLVI4 am Do 21. Jun 2012, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
PLVI4
Beiträge: 867
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:54
Wohnort: Vogtland

Re: Telegabel überholen

Beitragvon PLVI4 » Fr 27. Jan 2012, 13:46

Mal noch eine Frage zur SF.

Dort müssen ja nur 450 ml pro Holm rein.
Existiert dort auch eine Angabe zum Füllstand, also 1xx mm von oben?

Danke und Gruß René
Zuletzt geändert von PLVI4 am Mo 6. Feb 2012, 12:11, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Fr 27. Jan 2012, 17:16

Angaben konnte ich auf die Schnelle auch nicht finden. Ich hab in beide Holme die gleiche Menge gekippt und hab danach nochmals den Gleichstand kontolliert.
Dazu hab ich einen Kabelbinder benutzt. Bei beiden Holmen bis Anschlag reingesteckt, nachgemessen und den geringeren Pegel aufgefüllt - ferdsch.
Masse hab ich aber nicht notiert. Mach ich das nächste Mal 8-)
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
PLVI4
Beiträge: 867
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:54
Wohnort: Vogtland

Re: Telegabel überholen

Beitragvon PLVI4 » Mo 6. Feb 2012, 11:08

Hat jemand Angaben zur Gabel der ST?

Denn mit den kürzeren Standrohren müsste dort weniger Öl als bei der SF rein.
Ansonsten ist das Luftpolster zu klein und die Sache bollerhart.

Gruß René

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Mo 6. Feb 2012, 11:59

450cm³ Dämpferöl mit einer Luftkammer von 120mm

Daten aus dem Fahrerhandbuch der ST.

Für die S und SF steht die Luftkammer leider nicht mit drin. Nur Ölmenge - S 500cm³ und SF 445cm³.
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Buzu
Beiträge: 61
Registriert: Fr 13. Mai 2011, 11:17

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Buzu » Do 21. Jun 2012, 14:28

Hallo zusammen,

habe jetzt auch mal die Gabel meiner SF überholen lassen (in einer nicht MZ Werkstatt, aber das sollte da ja wirklich keine Rolle spielen weil die Jungs echt Erfahrung haben). Offensichtlich war alles so fest (die Gabel war meines Wissens noch nie offen), dass die Jungs alles richtig erhitzen mussten und dann trotzdem nochmal extrem kräftig hinlangen mussten. Sie hatten richtig Probleme, die Gabel aufzubekommen. Ergebnis: oben alle Muttern echt mitgenommen, sieht schauderhaft aus :( , aber die Gabel spricht wesentlich besser an als vorher, war also wirklich nötig. Nun funktionieren auch Zug- und Druckstufendämpfung gut.

Frage: Gabs solche Probleme bei anderen auch schon?

Buzu

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Do 21. Jun 2012, 14:44

da war wohl der Lehrling dran

ich kann mir vorstellen, dass warm machen (in diesem Fall) kontraproduktiv ist. Der erhitzte Ventikopf ist recht massiv und könnte im zarten Holm eher klemmen.

Beim Rausschrauben ist es wirklich wichtig, dass man eine gute Nuss hat und an der richtigen Stelle schraubt. Ich hatte es auch erst mit einem Ringschlüssel probiert und hab die Beschichtung etwas lädiert.

Versuch mal, ob du die Ventilköpfe ersetzt bekommst
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Buzu
Beiträge: 61
Registriert: Fr 13. Mai 2011, 11:17

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Buzu » Do 21. Jun 2012, 14:56

Ja, probier ich mal. War wohl der Lehrling.....

Viele Grüße
Buzu

Benutzeravatar
PLVI4
Beiträge: 867
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:54
Wohnort: Vogtland

Re: Telegabel überholen

Beitragvon PLVI4 » Do 21. Jun 2012, 16:17

Wir haben jetzt schon drei Gabeln gemacht.

Warm machen bringt nur bei den Simmerringen etwas.
Die Verschraubungen waren zwar immer fest- wir waren aber auch immer zu zweit...

Einer hält den 19er Maul und der andere löst mit einer guten (!) Nuss die Verschlußschraube.

Das ist halt der Unterschied zwischen Werkstatt und Selbstschrauber... Soviel Zeit nimmt sich keine Werkstatt bzw. hat sie nicht.

Den Gabelkopf gibt es einzeln.
Wieviel KM hat Deine SF denn gefahren?

Gruß René

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Do 21. Jun 2012, 17:06

Die Verschraubung selber scheint es nicht einzeln zu geben. Komplett kostet das Teil über 120 Euro.
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Buzu
Beiträge: 61
Registriert: Fr 13. Mai 2011, 11:17

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Buzu » Mo 2. Jul 2012, 11:56

PLVI4 hat geschrieben:Wir haben jetzt schon drei Gabeln gemacht.

Warm machen bringt nur bei den Simmerringen etwas.
Die Verschraubungen waren zwar immer fest- wir waren aber auch immer zu zweit...

Einer hält den 19er Maul und der andere löst mit einer guten (!) Nuss die Verschlußschraube.

Das ist halt der Unterschied zwischen Werkstatt und Selbstschrauber... Soviel Zeit nimmt sich keine Werkstatt bzw. hat sie nicht.

Den Gabelkopf gibt es einzeln.
Wieviel KM hat Deine SF denn gefahren?

Gruß René


Hat jetzt um die 25000 - vermutlich ist sie jetzt um mindestens den Betrag weniger wert, den ich für die Überholung ausgegeben habe. F....

Gabelkopf einzeln wäre schön, aber hab keine Lust mehr, Geld auszugeben. Vielleicht finde ich im Netz ja so eine Art Gabelkopfschützer?

Danke für die Tips jedenfalls! Beim nächsten Mal mach ichs selber wenn ich eine Werkstatt mieten kann.

Buzu

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » So 8. Jul 2012, 16:56

Vielleicht hilft es ja schon in eine gute Werkstatt zu fahren.

Wenn wir wissen aus welcher Ecke du kommst, dann können wir dir vielleicht einen Tipp geben.
Im groben mach ich das Meiste selber. Den Rest überlass ich lieber SK-Bikes und dafür fahr ich auch gern mal 300 km.
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » Fr 2. Nov 2012, 20:10

Gibt es schon persönliche Erfahrungswerte über den Füllstand des Öls? (Nicht die Menge)
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
WernerLE
Beiträge: 1370
Registriert: So 10. Apr 2011, 21:52
Wohnort: Züri-Oberland

Re: Telegabel überholen

Beitragvon WernerLE » Fr 2. Nov 2012, 23:53

:!: ja, die Erfahrungen gibt`s

http://17787.forendienst.de/show_messag ... 783&page=1

wie schon im alten Forum geschrieben,
ich fahre SAE 5 Oel von Motul,
Luftpolster jetzt seit 22000km 105mm mit Hülse,
und die Simmerringe sind nach 106000km noch Orginal und dicht :thumbup:

Werner ;)
ich liebe jede Stunde

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Sa 3. Nov 2012, 10:59

Meiner bescheidenen Meinung nach muss wohl jeder für sich selber die richtige Einstellung finden. Wobei ich mit Einstellung Viskosität des Öls und Luftpolster meine.
Zur Viskosität gibt es ja schon einen recht interessanten Beitrag. viewtopic.php?f=13&t=565&hilit=cSt

Werner ist mit seinem 5er Motul etwas unter der Auslieferungsviskosität. Wobei diese durch niemanden bestätigt wurde.
Werner fährt auch gern mal quer Bett und da ist das sicher angebracht.

Ein Anderer fährt nur gut ausgebaute Pisten und benötigt eine härtere Einstellung.


Was beim lesen der einzelnen Berichte zu erkennen war - die Gabeln hatten bei der ersten Kontrolle weniger Öl als angegeben und die Fahrwerkseinstellung ist bisweilen zu hart. So hat es jedenfalls mal Rene festgestellt.
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » Sa 3. Nov 2012, 13:00

Werner, das alte Forum hab ich schon gelesen ... :D

Dacht es gibt NEUE Erfahrungen. Es gibt ja auch neue User.........
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
PLVI4
Beiträge: 867
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:54
Wohnort: Vogtland

Re: Telegabel überholen

Beitragvon PLVI4 » So 4. Nov 2012, 12:04

Hallo zusammen,

die beiden "S" Gabeln, welche wir gemacht haben, sind mit auf 7.5er gemischten Liqui Moly befüllt.
Laut Datenblatt kommen dann rund 24 mm²/ s raus.

Mit je 500 ml pro Holm ergibt das ohne Hülse rund 120 mm von oben.

Funktionieren beide prächtig.

Werners Motul hat rund 18 mm²/s. Seine Gabel fühlt sich deutlich weicher an. Aber beim Hinterherfahren sieht das alles sehr geschmeidig aus. Wahrscheinlich auch deshalb, weil er mehr Öl drin hat. Zumindest schließe ich das aus seinem Ölniveau. Damit besitzt die Gabel am Ende des Federweges mehr Progression und schlägt nicht durch.

Allgemein kann man sagen, dass fast alle Gabeln an denen ich meine Finger hatte in der Federbasis zu hart waren.
Aber mit einer korrekt gewarteten und mit 7.5er Öl befüllten Gabel sollte sich immer ein zufriedenstellendes Ergebniss erzielen lassen.

Gruß René

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » So 4. Nov 2012, 13:08

120mm ohne Hülse mit 7,5er Wilbers ergibt bei mit 90mm mit Hülse. Öl war nach 2 Jahren verdreckt und stank nach Fisch ... :shock:
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Mi 26. Mär 2014, 18:18

Es wird ja selten geschrieben, dass bei Arbeiten am Motorrad etwas schief geht. Deshlab heute mal ein Beitrag über meinen Pfusch. Zumindest glaub ich, dass ich nicht aufmerksam genug war.

Was war nun geschehen. Ich hatte letztens das Vorderrad demontiert und beim wieder einbauen hatte ich arge Probleme die Steckachse durchzuschieben. Der eine Gabelfuß war irgendwie länger. Das sollte so nicht sein, dachte ich mir. Da es sich um satte 2 cm handelte, habe ich den langen Gabelholm ausgebaut und geöffnet. Als ich den Einstellkopf vom Holm abgeschraubt hatte, war schnell klar, wo der Fehler lag. Der Einstellkopf war vom Gewinde des Stützrohres gedreht.
Gewinde intakt - zusammengebaut und gut.
Zum besseren Verständnis habe ich mal ein Foto von René eingefügt.
Bild

Frage? Wer von den Selbstschraubern verwendet an dieser Stelle Schraubensicherung?
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens

Benutzeravatar
Fit
Beiträge: 3123
Registriert: Mi 4. Mai 2011, 23:52

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Fit » Mi 26. Mär 2014, 18:48

Ich klemme einen 14er "Maul" zwischen die Windungen und dreh so lang an der Feder bis der innenliegende Sechskant frei ist.

Dann setzt ich einen hochwertigen Maul unten an und oben ne Nuß mit Aussparungen an den Ecken.
Ein Kollege hält die Nuß (und Ratsche) fest und ich unten mit dem Maulschlüssel bis es "brummt" :angel:

Also wenn 2 normalgebaute Männer :mrgreen: festziehen, lockert sich da IMHO nix. Schraubensicherung hatte ich in 3 Gabelöffnungen noch nie für nötig erachtet
Alle meine Tips geben meine Meinung und Erfahrung wieder. Nachahmung geschieht auf EIGENE Gefahr!

Benutzeravatar
Vitali
Beiträge: 1691
Registriert: Fr 25. Mär 2011, 13:16
Wohnort: Wermsdorf

Re: Telegabel überholen

Beitragvon Vitali » Mi 26. Mär 2014, 19:25

abgesehen vom zweiten Mann, halte ich es auch so
Grüße KAy

Gelassenheit ist eine Frage des Wissens


Zurück zu „FAHRWERK“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste