Honda CB 1000R

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PLVI4
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Honda CB 1000R

Beitragvon PLVI4 » Do 1. Aug 2019, 20:13

Am Wochenende im Rahmen der IDM konnte man in Schleiz verschiedene Motorräder Probe fahren. Honda, Kawasaki, KTM und Suzuki boten die Möglichkeit aktuelle Modelle zu testen.

honda-cb1000r.jpg
Das kleine Windschild bietet tatsächlich etwas Schutz.

Bei Honda habe ich mir die CB1000 R geschnappt. Optisch gefällt sie mir sehr gut. Und da in diversen Zeitschriften recht kontrovers über die Maschine geschrieben wird, wollte ich einfach mal wissen was Sache ist. Die Verarbeitung ist bis ins Detail schlüssig und schlicht fein. Die Sitzposition ist bequem und nicht zu Vorderrad orientiert. Schon an diesem Punkt spürt man, dass die Honda in eine andere Kategorie Motorrad gehört als zum Beispiel die Aprilia Tuono oder Triumphs Speed Triple.
Ich konnte die „+“ Version fahren- was konkret bedeutet, dass zusätzlich ein Schaltautomat, ein kleines Windschild und Griffheizung an Bord sind. Drei Fahrmodi und die Möglichkeit der individuellen Abstimmung von Gasannahme (P), Traktionskontrolle (T) und Motorbremse (EB) sind immer serienmäßig. Obwohl das LCD Cockpit nicht an die modernen TFT´s heran reicht lassen sich die wichtigsten Informationen schnell und problemlos ablesen. Was KTM derzeit verbaut geht ja straff Richtung Heimkino.

Honda-CB1000R_cockpit.jpg
"Nur" LCD- trotzdem alles Wichtige im Blick.

Glücklicherweise war der Guide so kulant, uns vornweg fahren zu lassen. Da ich in und um Schleiz jedes Sträßchen kenne, war so eine flotte Runde möglich. Zum Motor: 1000cm³ Vierzylinder mit 145 PS. Ab 7000 U/min liegen 100 Nm an. Das ganze trifft auf 214 kg vollgetankt. An Leistung fehlt es definitiv nicht. Ab 60 km/h kann man bei Bedarf alles im letzten Gang erledigen. Oder man dreht etwas höher und wird richtig flott. Eine längere Sekundärübersetzung kann hier wahrscheinlich ein echter Gewinn sein. Der Quickshifter funktioniert perfekt. Deutlich besser als zum Beispiel an einer 2019er Super Duke GT. Allerdings kommt beim flotten Kurvenkratzen das Fahrwerk etwas in Bedrängnis. Die Maschine befand sich im Auslieferungszustand und war in der Dämpfung vorn wie hinten zu weich. Es wäre interessant gewesen zu erfahren, wie sich das Fahrwerk verhält, wenn es korrekt eingestellt ist. Nur wird man auch dann nie die sportliche Präzision von Aprilia oder Triumph erhalten. Dafür gibt’s Komfort. Auf und unterm Sitz. Ungewohnt für mich war nur, dass man mit der 190er Walze bereits bei moderaten Geschwindigkeiten sehr viel Schräglage fahren muss. Trotzdem hat es Spaß gemacht, weil die CB1000R schmal baut und handlich ist. Auch die Bremsen sind über jeden Zweifel erhaben. Irritierend beim straffen Ankern ist, dass sich automatisch die Warnblinkanlage einschaltet.

2018-Honda-CB1000R4-Heck.jpg
Derzeit schwer im Trend- trotzdem hässlich: Kennzeichenträger an der Schwinge.

Wer die Neo Sports Café Honda nicht als Fireblade ohne Verkleidung versteht wird mit dem Motorrad viel Freude haben. Wer aber Rennstrecke und Landstraßen Heizen im Sinn hat ist fehl am Platz. Mal schauen, ob sich irgendwann die Gelegenheit bietet vorm Fahren das Fahrwerk zu justieren.

Gruß René
Zuletzt geändert von PLVI4 am Sa 3. Aug 2019, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Thomas22
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Re: Honda CB 1000R

Beitragvon Thomas22 » Fr 2. Aug 2019, 19:05

Schöne Beschreibung!
So richtig was Anfangen kann ich mit dem Teil aber nix. Überhaupt hat Honda in den letzten Jahren nix gebaut was Interesse bei mir ausgelöst hat. Außer die AT, und so ein ähnliches (und besseres) Teil habe ich ja schon.
Frei zu sein, bedarf es wenig, nur wer frei ist, ist ein König

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